Wir brauchen keinen Gott ...



… der sich bei dieser Überschrift nicht totlacht
(falls das möglich wäre)
Aber ehrlich: Welchen Gott brauchen wir denn nicht?

Der ganz und gar entspannte Schöne Sonntag*

19.4.2009MP3 8,2MBWir brauchen keinen Gott, der uns als Labor-(garantiert keimfrei)-ratten hält
Die Theodizeeproblematik – Teil 1 (Bibel, Brief des Jakobus, Kapitel 1, Verse 1 bis 5 und 12)
Der griechische Philosophen Epikur (341-270 v. Chr.) beschrieb die Theodizeeproblematik zuerst. Hier die Kurzfassung: Wenn Gott allmächtig ist, kann Gott Leid verhindern. Wenn Gott gütig ist, will er Leid verhindern. Offensichtlich gibt es Leid. Also ist Gott entweder nicht allmächtig oder nicht gütig oder beides und folglich nicht Gott.
+ Die offizielle Gospelsession mit den schwärzesten Stimmen der Bundeshauptstadt
17.5.2009MP3 10,3MBWir brauchen keinen Gott, der offensichtlich aus Schottland kommt
Frei nach Jakobus 1,5-8 und dem alten (»GÄÄÄÄÄHN«) Witz:
Wenn du einen Schotten um einen Teller Tomatensuppe bittest, bekommst du was?
Wasser in einem roten Teller
+ Die Frage für Vordenker:
Falls es Gott gibt und Gott auch noch großzügig ist, warum solltest du lieber um eine klitzekleine Portion Weisheit als um einen Porsche Cayenne Turbo S bitten?
21.6.2009MP3 7,4MBWir brauchen keinen Gott, der sich ein mal pro Woche als Seelenklempner missbrauchen lässt
Aus dem Standardwerk »27 Fragen an den Psychogott«:
Warum liegt man im »ganz und gar entspannten Schönen Sonntag« eigentlich nicht auf einer Couch? Spielt Gott nur den Analytiker wegen der Kirchensteuer oder darf ich ihn auch küssen? Hat »Hoffnung Berlin« seinen Ödipuskomplex bereits aufgearbeitet oder müssen wir noch mal zurück zu den Tintenklecksen?
Dann doch lieber die Jakobus 1,9-10-Therapie:
»…, der niedrig ist, rühme sich seiner Höhe; wer aber reich ist, rühme sich seiner Niedrigkeit, …«
26.7.2009MP3 12MBWir brauchen keinen Spaß-Gott (Oder willst du, dass Mario Barth beim Jüngsten Gericht …?)
Was für ein Thema: Begierde
Seneca der Jüngere (»Den größten Reichtum hat, wer arm an Begierden ist.«) kann kein Christ gewesen sein. Franz von Assisi (»Wo die Armut mit der Fröhlichkeit ist, da ist nicht Begierde noch Habsucht.«) kann offensichtlich. Und was ist mit Gustave Flaubert (»Vielleicht war meine Gleichgültigkeit nur ein Übermaß an Begierde«)?
Bleibt also die Frage:
Wie kann ein angeblich liebender Schöpfer uns derartig wildgewordene Hormone zumuten?
(Vorsicht, Hochspannung: Jakobus 1,13-18)
16.8.2009MP3 9,5MBWir brauchen (theoretisch) keinen Gott, der (praktisch) keine Überzeugungstäter braucht
Aus Jakobus 1,19-27 („Seid aber Täter des Wortes und nicht Hörer allein; sonst betrügt ihr euch selbst.") leiten wir die folgenden Behauptung ab:
Weder wird ein beliebige weibliche Person zur heiligen Jungfrau, weil sie sich Madonna nennt, noch eine beliebige männliche zur Hand Gottes, weil sie sich Maradona nennt.
Wir empfehlen deshalb die einzige in sich selbst widersprüchliche Alternative:
Das Gesetz der Freiheit
20.9.2009Wir brauchen keinen Gott, dessen Bodenpersonal nicht jeden Economy-Passagier in die First Class schickt
Die beste Methode, um Menschen gleichzeitig fair und individuell zu behandeln:
Jeden wertvoller zu achten, als du angeblich darfst (Jakobus 2,1-9)
+ Die Teamleiter von Hoffnung Berlin sind heute die Flugbegleiter:
»Kaffee? Tee? Mit Milch und Zucker? Vielleicht ein Sandwich? Natürlich auf Kosten des Hauses.«
18.10.2009MP3 7,3MBWir brauchen keinen Gott, der bei einem Foul im Strafraum nicht energisch auf den Elfmeterpunkt zeigt, aber eigentlich erwartet, dass der brutal zu Fall gebrachte absichtlich übers Tor schießt
Die Theodizeeproblematik - Teil 2 (Bibel, Brief des Jakobus, Kapitel 2, Verse 10 bis 13)
Alles über den Zusammenhang von Gerechtigkeit, Gesetz und Barmherzigkeit
Alles über den Unterschied zwischen Gewinnen und Siegen
Alles über die Abseitsregel
+ Die offizielle Gospel-(Stadion)-session mit den schwärzesten Stimmen der Bundeshauptstadt
15.11.2009MP3 10MBWir brauchen keinen Gott, der sich nicht ganz energisch mit Martin Luther anlegt
Der große deutsche Reformator hätte den »Brief des Jakobus« am liebsten aus dem Neuen Testament entfernt. Und alles wegen Jakobus 2,17: »So ist auch der Glaube, wenn er nicht Werke hat, tot in sich selber.« Deshalb vorab drei wichtige Fragen:
  1. Wenn du glaubst, dass es regnet, nimmst du einen ........... mit?
  2. Wenn du glaubst, dass es keine bessere gibt, machst du ihr ..... .............?
  3. Wenn du glaubst, dass Gott Gott ist, darf dir das auf keinen Fall jemand anmerken?
20.12.2009Wir brauchen keinen Gott, der für Weihnachten keinen geeigneten Mundschutz vorschlägt
Du weißt ganz genau, was passieren wird: Deine Mutter wird nach dem Mittagessen ihre misslungenen Klöße beklagen. Worauf alle diese zu den besten jemals küren. Oma Erika fängt an vom Krieg zu erzählen und dass sie lieber einen Sohn als drei Töchter zur Welt gebracht hätte, worauf Tante Bärbel wortlos in die Küche geht, Onkel Hans-Heinrich ihr sofort hinterher sieht und dein Vater wieder den Witz mit den Blondinen im Dunkelrestaurant erzählt. Oder so ähnlich.
+ 5 Empfehlungen für feierliche Kommunikation, Jakobus 3,1-12 und mind. 2 echte Weihnachtslieder
17.1.2010MP3 11MBWir brauchen keinen Gott, der auch noch bei »Meiner-ist-größer-als-deiner« mitspielt
Jakobus 3,13-18 scheint ein paar Fragen zu beantworten:
Warum steht Gott auf Wollschafe und nicht auf Streithammel? Warum ist die Weisheit von oben lauter und nicht leiser? Warum ist die Banane krumm?
Aber scheint auch eine offen zu lassen:
Welche wohl?
+ 10 gute Gründe wirklich neidisch zu sein
21.2.2010MP3 8MBWir brauchen keinen Gott, der zum Valentinstag keinen Strauß roter Rosen mit Fleurop schickt
Liebe – Libellen – Dageblieben – Schliebdsch – Liebenswürdigkeit
Unser Sonderangebot: Jakobus 4,1-6
+ Tipps zum Thema:
Wenn sie glaubt, er sei nicht romantisch, aber er, dass er es ist, sollte sie was, bitte schön, tun?
(Nachdem die »Schönen Valentinssonntage« jahrelang unsere männlichen Besucher in die Geheimnisse der Romantik eingeführt haben, wird sich in diesem Jahr mit den Damen beschäftigt.)
21.3.2010MP3 8MBWir brauchen keinen Gott, der, im Gegensatz zu uns, Angst vor Demut hat
Wie um Himmels willen, kann man einem aufgeklärten Publikum Jakobus 4,7-10 zumuten:
»So seid nun Gott untertan. Widersteht dem Teufel, so flieht er vor euch. Naht euch zu Gott, so naht er sich zu euch. Reinigt die Hände, ihr Sünder, und heiligt eure Herzen, ihr Wankelmütigen. Jammert und klagt und weint; euer Lachen verkehre sich in Weinen und eure Freude in Traurigkeit. Demütigt euch vor dem Herrn, so wird er euch erhöhen.«
Und wie um Himmels willen, kann man einem aufgeklärten Publikum eine derartige Religionskritik mit reinem Gewissen vorenthalten?
+ Die 10 wichtigsten historischen Gründe, Religion den Kampf anzusagen
18.4.2010MP3 9MBWir brauchen keinen Gott, der die Meinungsfreiheit unterdrückt (Art. 5, GG + Jakobus 4,11-12)
Wir brauchen Menschen, die den Unterschied zwischen »Beurteilen« und »Verurteilen« kennen.
Zum Beispiel:
  1. »Beurteilen« liebt das Wort »jetzt«, »Verurteilen« liebt das Wort »immer«
  2. »Beurteilen« liebt »Unter-vier-Augen-Gespräche«, »Verurteilen« liebt »BILD«
  3. »Beurteilen« liebt Informationen, »Verurteilen« liebt Emotionen
  4. »Beurteilen« liebt »DICH«, »Verurteilen« liebt »SICH«
  5. ............................. (kreative weitere Vorschläge werden vor Beginn im Foyer gesammelt)
+ Beurteilen sie die besten 10 Aprilscherze 2010 ohne sie zu verurteilen!
16.5.2010MP3 9MBWir brauchen keinen Gott, der nicht begeistert mit uns über unsere Zukunft diskutieren würde
Wie aufmerksame Leser bereits bemerkt haben, werden wir uns heute mit der Benutzung des Konjunktiv (»Möglichkeitsform«, neben Indikativ und Imperativ einer der drei Modi eines Verbs in der deutschen Sprache) beschäftigen. Was der Thematik auch angemessen ist: Lebensplanung.
+ Der Versuch einer Antwort auf die folgenden Fragen und anhand von Jakobus 4,13-16:
  1. Bei welchen Themen hüllt sich Gott begeistert in Schweigen?
  2. Warum müssten passive Menschen es schwerer haben, Gott zu verstehen?
  3. Falls Gott redet, wie kann ich wissen, dass es nicht nur meine Gedanken sind?
20.6.2010MP3 11MBWir brauchen keinen Gott, der nicht an dein Portemonnaie will, Deutscher!
Die Theodizeeproblematik – Teil 3 (Bibel, Brief des Jakobus, Kapitel 4, Vers 17 bis Kapitel 5, Vers 6)
»Wer nun weiß, Gutes zu tun, und tut's nicht, dem ist's Sünde.«
Die Theodizeeproblematik aus der göttlichen Perspektive: Wenn ein Mensch, der mehr hat, als fast alle anderen Menschen, nicht merkt, was er hat, und deshalb auch nicht teilt, sondern seine Mitmenschen ständig mit seinem Jammern nervt, ist er kein Mensch und kann deshalb abgeschafft werden.
+ Die offizielle Gospelsession mit den schwärzesten Stimmen der Bundeshauptstadt und diesmal mit Songs zum Thema: Euros
18.7.2010MP3 9MBWir brauchen keinen Gott, außer den Gott des Hiob (Das Buch Hiob, Bibel, Altes Testament)
Satan zu Gott: »Meinst du, dass Hiob Gott umsonst fürchtet? Bis jetzt hast du ihm ein gutes Leben gegeben. Nimm es weg, und er wird dich verfluchen!« …
(Aus dramaturgischen Gründen wird die auf Gott ein wirklich schlechtes Licht werfende Biographie des Hiob  erst während des »Schönen Sonntags« aus dem historisch-kritischen Nebel gezerrt)
+ Wie du mit Jakobus 5,7-11 (Pflichtlektüre für aufgeklärte Mitteleuropäer) Geduld trainieren kannst: JETZT!
15.8.2010Wir brauchen keinen Gott, der seinen Pressereferenten wieder die Fakten verschleiern lässt
Die Jakobus 5,12-Thesen für Wahrheitsliebende:
  1. Ein »JA« ist ein »JA« und kein »Yes, Sir«.
  2. Ein »JA« ist ein »JA« und kein »Ich will ihn jetzt nicht enttäuschen. Morgen rufe ich dann an und bekenne wie leid es mir tut, dass ich meinen ›Bewerbungstermin‹ übersehen hatte.«
  3. Ein »JA« ist ein »JA« und kein »In einem JAhr vielleicht«.
  4. Ein »JA« ist ein »JA« und kein »Isch schwöre. Bei meiner Mutter. Isch schwöre.«
  5. Ein »JA« ist ein »JA«.
+ 3 Tipps für alle, die endlich lernen müssen, »Nein« zu sagen

* Hoffnung Berlin kann Gott sei Dank keine Jesus-Werbespots im Vorabendprogramm bezahlen. Aber wir können den besten Kaffee der Bundeshauptstadt kochen und innovative Fragen in den postchristlichen Raum stellen. Abenteuerlustige Erstbesucher, die mit einer harfenspielenden Ewigkeit eigentlich auch nie etwas zu tun haben wollten, denken zum ersten Mal über Gott nach, ohne rot zu werden. Und wen die exzellente Mischung aus Themen, Specials und Diskussionen zum Feinschmecker gemacht hat, der kann sich zum Pokern, Pizzaessen oder sogar zum »Freundeskreis« verabreden. Ohne Gewähr.